Berufsbekleidung: Auch Hobby-Schrauber sollten ausgerüstet sein
Wer gelegentlich an seinem Auto oder Motorrad schraubt, möchte kaum auf gutes Werkzeug verzichten – dass billige Ware manchmal sogar richtig gefährlich werden kann, hat sich herumgesprochen. Vielen Bastlern fehlt allerdings diese Einsicht, wenn es um Berufsbekleidung geht. Doch auch in der Hobby-Werkstatt lauern viele Gefahren: Wer beim Schleifen auf eine Staubmaske verzichtet, kann sich auch dann schwere gesundheitliche Schäden zuführen, wenn er dem Staub nicht regelmäßig ausgesetzt ist. Besonders als Hobby-Schrauber sollte Berufsbekleidung benutzt werden, wenn es um chemische Gefahren geht. Denn Bremsen- oder Kaltreiniger wird in der Werkstatt gerne zum Entfetten genutzt. Unbedarfte Schrauber nutzen solche Mittel sogar, um die öligen Hände zu reinigen.
Im Gegensatz zum gewerblichen Einsatz schreibt aber niemand das Tragen von Schutzkleidung vor. Außerdem resultiert diese Sorglosigkeit aus der Tatsache, dass ein Facharbeiter im Gegensatz zum Hobby-Schrauber über die Gefahren schon in seiner Ausbildung unterrichtet wird. Und viele hochaktive Reiniger zum Entfetten haben die Eigenschaft, über die Haut aufgenommen zu werden – mit Spätfolgen für die Gesundheit. Jeder trägt Berufsbekleidung, wenn er sich verantwortungsvoll vor Verletzungen schützen möchte. Bei einem Hobby-Schrauber sorgt aber die fehlende Erfahrung für ein zusätzliches Risikopotenzial. Während der Facharbeiter Risiken und Situationen aufgrund seiner tagtäglichen Erfahrung einschätzen kann, hat der Hobby-Schrauber hier ein Defizit – und sollte sich entsprechend schützen. Viel eher passiert es, dass er mit dem Hammer daneben schlägt oder von den Splittern beim Einsatz des Winkelschleifers überrascht ist. Nicht nur eine Schutzbrille ist wichtig, auch ein Arbeitsanzug sollte getragen werden. Denn das Material ist schwer entflammbar und wird bei der Funkenbildung, wie sie beim Schleifen entsteht, nicht entzündet.
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